Die Energie-Kosten sind ein heißes Thema. Die Preise für Strom, Öl und Gas steigen ständig an. Bei der jährlichen Nebenkostenabrechnung folgt häufig ein böses Erwachen. Viele Menschen denken deshalb über einen Gasanbieter-Wechsel nach. Tatsächlich ist das Internet voll von Angeboten und Gaspreisvergleichen, die erhebliche Einsparungen versprechen. Allerdings gilt es, einigen Fallstricken aus dem Weg zu gehen. Bevor man sich mit einem Vergleich beschäftigt, gilt es, den aktuellen Vertrag zu studieren und sich über die Kündigungsmodalitäten zu informieren. Ein Wechsel ist nicht immer problemlos möglich.
Der erste Schritt: Postleitzahl und der jährliche Verbrauch
Praktisch jeder Online-Gaspreisvergleich beginnt gleich. Es werden die eigene Postleitzahl und der jährliche Gasverbrauch abgefragt. Die Postleitzahl wird benötigt, um überhaupt die Gasversorger zu ermitteln, die den eigenen Haushalt beliefern. Der jährliche Verbrauch ist der gängige Vergleichsgegenstand für Gasangebote.
Der Vertrag: Laufzeit und Zahlungsmodalitäten
Nach erfolgreicher Eingabe der Daten erhält man eine Vielzahl verschiedener Angebote. Die meisten dieser Offerten liegen unter dem zuletzt gezahlten Gaspreis. Dieser Anblick ist teilweise zu schön, um wahr zu sein. Der erste Blick sollte der Vertragslänge gelten. Wie lange würde man sich an den neuen Anbieter binden? Dann sollte man sicher gehen, dass der angegebene Preis tatsächlich für ein ganzes Jahr kalkuliert wurde.
Auch die Zahlungsmodalitäten unterscheiden sich teilweise erheblich. Manche Anbieter bieten einen einmaligen Wechsel-Bonus an, andere verlangen Sonderabschläge. Verschiedene Gasanbieter locken mit einem deutlich niedrigeren Jahrespreis. Dieser muss allerdings komplett als Vorauszahlung geleistet werden. Die Verbraucherschutz-Zentrale rät zu monatlichen oder höchstens vierteljährlichen Zahlungen.
Preisgarantien und Service-Leistungen
Ein Muster lässt sich bei jedem Gaspreisvergleich ausmachen: Je länger der Belieferungsvertrag, desto niedriger ist der angebotene Abschlag. Die entscheidende Fragen lauten: Existiert eine Preisgarantie? Falls ja, wie lange gilt diese? Die gesamte Vertragslaufzeit oder nur einen Teil der Zeit? Die Gefahr ist groß, sich sehr lange an einen Anbieter gebunden zu haben, der teurer ursprünglich angenommen ist. Preisgarantien über die volle Vertragslaufzeit sind meist etwas teurer, können sich für starke Verbraucher aber durchaus rechnen.
Am Ende eines Vergleichs, wenn man mehrere Angebote in Betracht gezogen hat, sollte man Service-Leistungen (Kunden-Hotline etc.) vergleichen. Je günstiger der Preis, desto weniger Service wird meist angeboten. Diese Auflistung berücksichtigen die wenigsten Vergleiche. Am Ende sollte man sich deshalb über diese Thema direkt auf der Homepage des Anbieters informieren.